Samstag, 5. November 2011

empörend

Heute beschäftigten mich zwei Aufreger:

1. habe ich gestern Abend NDR geguckt. Dort gab es eine Doku über die Verwendung und Vermarktung von Altkleidung. Spenderkleidung aus der Altkleidersammlung. Prima, dachte ich, das wollte ich ja schon immer mal wissen. Bisher hatte ich eine etwas blauäugige Vorstellung, wie sich rausstellte. Ich dachte immer, dass die Klamotten aus der Altkleidersammlung des roten Kreuzes von irgendwelchen Menschen nach Afrika oder wohin auch immer gefahren und dort kostenlos verteilt werden. Echt, so hab ich mir das vorgestellt.
Stattdessen verkaufen die Sammler (rotes Kreuz, Caritas etc.) die Klamotten für 5 Cent pro Kilo an große Sortierfirmen, die die Klamotten dann ihrerseits, zu ordentlichen Ballen verpackt, weiterverkaufen. So kommen die Sachen irgendwann in Afrika an, werden wieder von Händlern aufgekauft, werden dabei immer teurer und werden dann an die Bevölkerung verkauft. So vergleichsweise teuer, dass die ganzganz armen Leute sich nichts oder nur die schlechtesten Qualitäten leisten können.
Das wirklich Schlimme daran ist, dass die in Afrika mal ne eigene Textilindustrie hatten, grooooße Firmen mit Tausenden von Beschäftigten. Durch die Altkleiderschwemme aus den Industrieländern hatte die afrikanische Textilproduktion keine Chance mehr, sie konnte ihre Kleidung nicht billiger herstellen, als die Altkleidung aus dem Ausland angeboten wurde. Die Firmen gingen alle kaputt, die Menschen verloren ihre Arbeit.
Ist denn das nicht eine Schande???? Habt ihr das gewusst???? Ich schwör´s, ich wusste es nicht.

2. habe ich in der Stiftung Warentest einen Bericht über die Herstellung von Jeans gelesen.
Jeans werden nach dem Färben auf verschiedenste Weise nachbehandelt um einen Used-Look zu erhalten.
Eine Methode ist das Sandstrahlen. Blöd bloß, dass der enstehende Sandstaub von den Arbeitern eingeatmet wird. Dies führt zu einer Staublunge, die Arbeiter werden krank und im schlimmsten Fall sterben sie.
In der Türkei soll es durch das Sandstrahlen von Jeans 700 Tote und mehrere Tausend Erkrankte gegeben haben. Die Türkei hat das Sandstrahlen seit 2009 verboten, die Methode wird aber in anderen Ländern weiterhin betrieben!
Auch das habe ich nicht gewusst!

Ich bin heute frustriert.

Donnerstag, 3. November 2011

Thomas Mann - Doktor Faustus

So. Nu aber. Mal jeder den Finger hoch, der dieses Buch gelesen oder gehört hat.
Das ist ja nu nicht ohne. 10 CD´s mit einer Spieldauer von 774 Minuten sind nicht mal eben schnell durchgehört.


Drum habe ich in den Sommerferien schon begonnen und erst in den Herbstferien zu Ende gehört!
Ich bin ganz unbekümmert rangegangen, keine Ahnung von Faust.
Weil ich mich mit Musik nicht sooooo gut auskenne, habe ich ungefähr ein Drittel des Buches überhaupt nicht verstehen können! Ich habe das immer wiederkehrende Gelaber über Tonfolgen und dergleichen einfach überhört und abgewartet, bis die eigentliche Handlung weiterging. Trotzdem war das Buch phasenweise so interessant, dass ich es zu Ende schaffen wollte. Bin auch jetzt ganz stolz :o)
Diese alte deutsche Sprache und ewig lange Schachtelsätze machen das Hören nicht gerade einfach., faszinieren aber. Wo ist bloß unser Deutsch hin? Man könnte heute ganz anders sprechen, wenn man es könnte. Wenigstens verstehen konnte ich es noch.

Ach ja, die Handlung! Sie erklärt sich aus dem Titel:
Doktor Faustus - Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde


Alles was man über das Buch wissen muss, gibt´s wie immer ganz ausführlich bei wikipedia.

Mittwoch, 2. November 2011

Bernard Cornwell - Das brennende Land

Passend zum Thema hab ich im Urlaub mein Wikingerbuch ausgelesen :o)


Der fünfte Teil der Uhtred-Serie. Ebenso gut wie die vorhergehenden Bücher auch.
Wenn Bernard Cornwell einen sechsten, siebten, achten.....Teil schreibt, werde ich die garantiert auch lesen.
Wer den kompletten Inhalt in Kurzfassung einsehen möchte, wird bei wikipedia (klick) fündig. Empfiehlt sich natürlich nicht, wenn man das Buch noch lesen will.

Dienstag, 1. November 2011

Waldorfschnecken

Ich war auswärts übrigens nicht gänzlich untätig. Ich hatte mir vorm Urlaub auf den letzten Drücker, als die family schon wartend im Auto saß, noch ganz schnell zwei Wollknäuel und ne Häkelnadel geschnappt und heimlich mit ins Auto geschmuggelt :o)
Im Urlaub dann intensives Kopfzerbrechen, was denn nun damit anzufangen sei.
Mir fiel irgendwann ein Post von Kersti ein, sie hatte Waldorfschnecken gezeigt.
Ha! Die wollte ich doch eh längst gemacht haben!


Gemütliche Fernsehabende sinnvoll genutzt und gleichzeitig ein Urlaubsspielzeug erhalten.


(Komische Fotos? Das liegt an meiner allerneusten Kamera! Yeah, ich hab jetzt eine Lumix, mit lauter seltsamen Effekteinstellungen, die nach und nach ausprobiert und auf Herz und Nieren getestet werden müssen.)

Montag, 31. Oktober 2011

Ribe

Wir haben uns Ribe angeguckt. Das ist eine kleine dänische Stadt, aber nicht irgendeine, sondern eine sehr alte. Man sagt, die älteste.


Das charakteristische an alten Städten ist, dass sie eine Altstadt haben :o) Und wer mag keine Altstädte?


Durch Ribe kann man schön bummeln und selbstverständlich fehlen auch die besagten LeckerBäcker nicht!


Es gibt ein altes Kloster und einen Dom zu bestaunen, ein Rathaus und ein nicht mehr vorhandenes Schloss.


Gegenüber des Doms gab´s was zu entdecken, dort findet sich derzeit eine richtig echte Ausgrabungsstätte.


Da wird nach allen möglichen Resten der Wikinger gegraben, das finde ich total spannend!


Zu gerne würde ich auch mal irgendwas richtig altes ausgraben. Das wird bestimmt ein Wunschtraum bleiben - wie wird man denn Ausgräber? Bestimmt muss man da erst irgendwas studieren. Die lassen da gewiss nicht jeden ran.
Wir haben ein bisschen zugeguckt und weil kein Ausgräber schreiend und jubelnd sein Werkzeug wegwarf, es also absolut nix zu sehen gab, haben wir uns dann auf den Weg zum WikingerMuseum, zum Museet Ribes Vikinger, gemacht.


Gute Entscheidung. Ein ganzganz tolles Museum mit Ausstellungen über die Wikinger und das Mittelalter! Hat uns allen supergut gefallen! Sehr schön gemacht, mit ganz viel zum Anfassen und Entdecken für Kinder. So liegen im Eingangsbereich zum Beispiel kleine Koffer für Kinder aus, die man ins Museum mitnehmen darf. Darin befinden sich eine Lupe, eine Taschenlampe, ein Puzzle und noch mehr, was ich vergessen habe. Ich glaube ein Stück Kuhfell oder so.


Im Keller gibts einen Mittelalterraum, mit lustige Kostümen zum Überziehen. Wir haben witzige Fotos gemacht :o)

Etwas Besonderes fesselte meine Aufmerksamkeit als ich aus dem Fahrstuhl gestiegen bin:


Das musste ich mir natürlich ein bisschen länger und genauer angucken als mach anderer Museumsbesucher ;o)


Superschön, will ich natürlich sofort auch haben!


Merk ich mir.
Muss ich eines Tages auch ausprobieren.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Schmackofatz

Das Schönste im Dänemarkurlaub,
außer Strand und Haus,
sind die dänischen Bäckereien!
I love it!
Ich kann an keinem Bäcker vorbeigehen.


Soweit das Auge und der Geldbeutel reichen
cremig-süße Leckereien.


Ich nehme mir immer vor,
mich während des Urlaubs durch die komplette
Auslage sämtlicher Bäckereien zu fressen,
schaffe das aber natürlich nie.


Man kann auch nicht wirklich viel
von diesen Süßigkeiten hintereinander weg essen.


Sehr beliebt beim großen Sohn:
Napoleonshatte
(im Bild links zu sehen)
Da muss ich mich noch im www auf Rezeptsuche begeben,
das kann nicht schwer nachzubacken sein.
War da auch Marzipan mit drin?
Ich weiß es gar nicht mehr genau.

Was ich auch immer toll finde,
ist das Durchwandern ausländischer Supermärkte,
auf der Suche nach Leckereien,
die es bei uns gar nicht gibt.
Diesmal hab ich dieses für mich entdeckt:


Ich wusste nicht was das wohl sein kann,
die Packung sah aber so sympathisch aus.
Sah aus als ob man das Zeugs in Joghurt rühren kann.
Das habe ich damit auch gemacht - schmeckt gut!
Es schmeckt wie gemixtes Brot.
Brotkrümel mit Zucker.
Med sukker ist auch das einzige was ich mir auf der
Packung zusammenreimen konnte.
Kann mir jemand übersetzen was da sonst noch draufsteht??

Wer weiß was ich da immer esse...

Freitag, 28. Oktober 2011

Apropos Whirlpool

So ein Urlaub steht und fällt mit der Auswahl
des perfekten Ferienhauses.
Wann immer wir bisher in Dänemark waren,
haben wir unser Haus bei Dancenter gebucht.
Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.


Einfach ein Haus unter www.dancenter.de aussuchen
und gleich per internet buchen.
Die Buchungsbestätigung kommt per mail.
Diese ausdrucken und am Anreisetag im 
DanCenter-Büro vor Ort vorlegen.
Dann gibt´s die Hausschlüssel von der freundlichen Mitarbeiterin,
die ganz wunderbar deutsch versteht und spricht,
und dazu einen Ordner,
mit allem was man über das Haus und die Gegend wissen muss.
Und auch eine nette Wegbeschreibung,
damit man das Häuschen auch problemlos findet.


Unser Haus in diesem Jahr,
wie zu sehen, reetgedeckt.
Das ist toll!
Ich kann gar nicht beschreiben wie eingemummelt
und gemütlich man sich unter einem Reetdach fühlt!
Da kann es ruhig aus Eimern schütten,
unter dem Dach schläft es sich seelenruhig,
denn man hört einfach gar nix.


Ein besonderes Bonbon war diese zugehörige Garage,
in der sich -Überraschung- vier Fahrräder befanden.
So konnten wir auch mit dem Rad ein wenig über die Insel cruisen.

Im Inneren des Hauses,
außer einer Menge Schlafzimmer und einer prima ausgestatteten Küche,
Sauna und Whirlpool.
Sehr zu empfehlen wenn man einen Herbst- oder Winterurlaub plant.
Das Non-plus-Ultra ist natürlich der eigene Swimmingpool im Haus.
Hatte unser Häuschen dieses Jahr nicht,
aber für´s nächste Mal habe ich das schon angepeilt.
Mal schaun wo es uns dann hin verschlägt.